Tierakupunktur

Die Akupunktur als bekannter Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin nutzt den Fluss der körpereigenen Lebensenergie Qi entlang der sogenannten Meridiane. Auf diesen Energieleitbahnen liegen bestimmte Akupunkturpunkte, an denen man den Qi-Fluss regulieren kann.
Durch das Setzen einer sterilen Einwegnadel oder Stimulation mittels Laserlicht können über diese Punkte die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden. Anatomisch liegen viele Akupunkturpunkte im Bereich von Nerven- und Gefäßaustrittsstellen der Körperfaszien, an denen auch eine erhöhte Hautleitfähigkeit messbar ist. Nachweislich hat die Akupunktur lokalen Einfluss auf die die Durchblutung, Nerven, Sehnen, Muskeln und Lymphfluss. Aber auch das Immunsystem sowie körpereigene Hormone werden stimuliert.
Beim Setzen der flexiblen Nadel kann nach der kurzzeitigen Einstichreaktion eine besondere Empfindung, das sogenannte De Qi-Gefühl ausgelöst werden. Es wird beim Menschen als Kribbeln, Wärme, Schwere- oder Taubheitsgefühl beschrieben. Meine tierischen Patienten zeigen häufig eine zunehmende Entspannung, tiefe Atemzüge, Aufstellen der Haare im betreffenden Meridianverlauf sowie Gähnen bzw. Schmatzen. Die Nadel verbleibt meist bis zu 20 Minuten, fällt von selbst heraus oder wird dann entfernt. Anzahl und Häufigkeit der Behandlungen hängen vom Einzelfall ab. Bei akuten Beschwerden kann eine einmalige Therapie ausreichend sein, chronische Veränderungen bedürfen erfahrungsgemäß einer mehrmaligen Wiederholung. Die Akupunktur ist bei sachgemäßer Ausübung nahezu frei von Nebenwirkungen. Gelegentlich können minimale lokale Reaktionen beobachtet werden.