TCM (Traditionelle Chinesische Medizin)

Seit Jahrtausenden hat sich die Traditionelle Chinesische Medizin beim Menschen bewährt. Zeitversetzt fand sie in Asien zunächst bei Militärpferden und landwirtschaftlichen Nutztieren wie Wasserbüffeln Anwendung, bevor sie sich weltweit verbreitete und für unsere heutigen Haustiere - ob klein oder groß - erfolgreich eingesetzt wird. Hier wird sie auch als TCVM (Traditionelle Chinesische Veterinärmedizin) bezeichnet.
Symptome werden dabei nicht isoliert, sondern im Gesamtbild des Patienten betrachtet und mögliche Wechselwirkungen mit äußeren Einflüssen und inneren Emotionen herangezogen. Puls- und Zungendiagnostik werden ebenso zur Befunderhebung herangezogen wie Palpation (Abtasten) oder Gangbild. Der Grundgedanke ist, dass im Körper eine Lebensenergie (Qi) fließt, die durch unsere Lebensweise beeinflusst wird. Ist der harmonische Qi-Fluss gestört, wird dies als Krankheit sichtbar.
Zur Therapie werden die 5 Säulen der TCM herangezogen. Die bei uns bekannteste Säule ist die Akupunktur. Des weiteren werden Chinesische Kräuter, Ernährungslehre, manuelle Techniken (Tui-Na) und beim Menschen Bewegungs-und Atmungstherapien wie Qi Gong oder Tai Chi angewendet. Ziel ist es, den Körper dauerhaft in sein Gleichgewicht zurückzubringen und dabei die Selbstheilungskräfte zu nutzen.
In vielen Fällen ist die Kombination mit der Schulmedizin notwendig und sinnvoll, sei es durch vorangehende Operationen oder begleitende medikamentelle Therapien. Oftmals kann durch die TCM die Arzneimitteldosis reduziert oder im besten Fall komplett darauf verzichtet werden. Dies bedeutet letztendlich weniger Nebenwirkungen für Ihr Tier, kein Stress mehr durch die Medikamenteneingabe und auch dauerhaft geringere Arzneimittelkosten.